Spannendes Weblog über und für Farbenblinde

Zürich (jvo) Ein spannendes Weblog zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung habe ich heute in der Blogosphäre entdeckt: Der 32-jährige Daniel Flück aus Zürich führt seit Februar 2006 sein englischsprachiges Colblindor-Weblog über Farbenblindheit. Flück weiss, wovon erschreibt: Er ist selbst farbenblind.


flück daniel, porträt


Foto: Daniel Flück ist der Autor eines spannenden Weblogs über Achromatopsie, wie die Farbenblindheit korrekt heisst.


Daniel Flück ist verheiratet und Vater eines kleinen (ein Pleonasmus bei diesem ersten Vornamen) Benjamin Marian Elvis. Er ist je halbzeitlich Informatiker bei einer Grossbank und - Hausmann. Seit Februar 2006 ist Daniel Flück auch Blogger und schreibt immer wieder spannende Beiträge zur Achromatopsie, wie die Farbenblindheit korrekt heisst. Natürlich kommt sein neues Weblog sofort in unsere Blogroll - und vielleicht verrät er uns an dieser Stelle, warum er in Englisch schreibt ?!?

Erstes ECDL-Lernzentrum auch für Blinde und Sehbehinderte

Zürich (jvo) Die Stiftung Zugang für alle und Microsoft Schweiz haben das erste ECDL-Lernzentrum für Menschen mit Behinderungen eingeweiht. Gleichzeitig lancieren sie das neue Lernprogramm "ECDL barrierefrei".


logo ecdl barrierefrei


Das Projekt "ECDL barrierefrei" soll es auch Menschen mit Behinderungen in der Schweiz erlauben, den europäischen Computer-Führerausweis ECDL zu erlangen. Auf der einen Seite braucht es dazu ECDL-Lernzentren, wo auch Menschen mit Behinderungen hingehen können. Auf der anderen Seite wird mit Unterstützung von Microsoft Schweiz und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und ECDL Schweiz eine Lernsoftware zur Verfügung gestellt, die es Behinderten ermöglicht, die verschiedenen Module zu erlernen.

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Blindheit im Alter einmal näher betrachtet

Zürich (jvo) Die wenigsten blinden oder sehbehinderten Menschen in der Schweiz wurden mit diesem Handicap geboren. Die meisten Nutzer der Blindenbibliothek verlieren erst im Alter ihr Augenlicht – ein Schicksal, das jeden von uns treffen kann. Deshalb möchte ich im Februar das Thema "Blindheit im Alter" einmal näher betrachten.


paul parin, psychoethnologe, zündet gitanes an

Foto: Der bekannte Psychoethnologe Paul Parin ist im Alter erblindet und macht das Beste aus seiner Situation: "Mit den Hörbüchern der Blindenbibliothek stopfe ich bis zum Lebensende meine literarischen Lücken." (© Jürg Vollmer)


Die Schweizer Blindenbibliothek SBS hat von Jahr zu Jahr mehr Nutzer, weil es allen medizinischen Fortschritten zum Trotz immer mehr Blinde und Sehbehinderte gibt: Im Alter nimmt die Sehfähigkeit des Menschen ab – und weil wir alle immer älter werden, gibt es logischerweise immer mehr Blinde und Sehbehinderte.

Eine Sehbehinderung oder gar Blindheit im Alter kann jeden von uns treffen. Sie lässt sich mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten nur bedingt voraussagen und auch nur begrenzt verhindern oder wenigstens verlangsamen.

Der Schweizer Psychoanalytiker, Ethnologe und Schriftsteller Paul Parin zum Beispiel, war zeitlebens auch ein begeisterter Jäger und hätte wohl nie gedacht, dass er sein „Revier“ im Alter auf die eigene Wohnung im Zürcher Seefeld beschränken muss. Schliesslich war Parin in jüngeren Jahren „ein Augenmensch durch und durch“.

Ausgerechnet dieser vitale Abenteurer, der im Jeep durch Afrika fuhr und fremde Völker erforschte, muss heute in seiner Wohnung auf den Postboten warten, der ihm Hörbücher aus der Blindenbibliothek bringt. Paul Parin macht das Beste aus seiner Situation - „ich stopfe bis zum Lebensende meine literarischen Lücken“ - und liest täglich stundenlang Hörbücher.

Wir jüngeren Menschen meinen oft, keine Zeit zu haben für Bücher oder für die „Geschichten“ der älteren Generation, und verpassen dadurch etwas Wichtiges. Sie können blinden und sehbehinderten älteren Menschen Ihre Aufmerksamkeit schenken – und unsere Hörbücher. Beides ist unbezahlbar wertvoll, wie das Beispiel von Paul Parin zeigt, den ich in den nächsten Beiträgen porträtieren werde.

Eine Matroschka wirbt für DAISY-Hörbücher

Zürich (jvo) Heute habe ich eine Weihnachtskarte mit Matroschka-Puppen erhalten. Neben der gedruckten Matroschka enthält die Karte auch einen kleinen Matroschka-Pin. Der Absender ist Danish Library for the Blind and Print Disabled DBB, welche für ihre DAISY-Hörbücher mit der russischen Holzpuppe wirbt.


matroschka-puppen, daisy, dbb

Foto: Die Weihnachtskarte des DBB enthält neben den gedruckten Matroschkas auch einen kleinen Matroschka-Pin (rechts oben).


Wie Elsebeth Tank, Generaldirektorin der Danish Library for the Blind and Print Disabled DBB, erklärt, hat ihre Organisation die Matroschka "zum Symbol für DAISY-Hörbücher ernannt, weil sie benutzerfreundlich geöffnet werden kann und es kommt immer wieder ein neuer Inhalt zum Vorschein".

DAISY-Hörbücher, dies zur Erklärung, laufen mit dem neuen weltweiten Standard für navigierbare, zugängliche Multimedia-Dokumente. Die Abkürzung DAISY steht für Digital Accessible Information System.

Matroschka oder Babuschka?

Ein lustiges Detail am Rande: Die aus Lindenholz geschnitzte Matroschka * матрёшка wird in vielen Sprachen fälschlicherweise als Babuschka * Ба́бушка bezeichnet, so auch auf der Weihnachtskarte des DBB. Die russische Bauernfrau in der typischen roten Frauentracht Sarafan * сарафан aus dem 19. Jahrhundert ist aber keine Grossmutter, sondern eine Matrone - woraus die Russen die Matroschka machten.

Blinde Leser schätzen die Krimis von Peter Zeindler

Zürich (jvo) Peter Zeindler schreibt die spannendsten Agentenromane in deutscher Sprache – und blinde Leser schätzen ihn, weil er Städte so beschreibt, dass man sie vor dem inneren Auge sieht.

Peter Zeindler kann sich an seine erste Lesung in der Blindenbibliothek noch gut erinnern, obwohl sie vor mehr als zwanzig Jahren stattfand: „Mitten in der spannendsten Szene begann unter den Zuhörern jemand laut zu schnarchen, was mich doch ein wenig irritierte.“ Wie sich später herausstellte, war es ein Blindenführhund, erklärt Zeindler lachend.


zeindler peter, limmat mit literaturzeitung


Jedes Detail hat Zeindler recherchiert

Der 72-jährige Schweizer Schriftsteller sitzt immer noch täglich an seinem Schreibtisch am Fenster, mit weitem Blick über die Limmatstadt. Ist ihm bewusst, dass seine Romane überall spielen – nur nicht in seiner Heimatstadt? „Vielleicht kenne ich Zürich zu gut, um es für meine Leser zu ergründen. Ich muss eine Stadt kennen lernen können wie einen fremden Menschen, dann kann ich sie besser beschreiben.“

So wie die Städte Tallinn, Krakau und Prag, die Zeindler besuchte - mitten im Kalten Krieg, den die USA und die damalige Sowjetunion bis 1990 führten. „Ich reiste damals trotz grosser Widerstände in die sozialistischen Länder, um die Schauplätze für meine Romane zu rekognoszieren.“

Die Atmosphäre für blinde Leser spüren und beschreiben

Umgekehrt mussten die DDR-Autoren, welche nicht in den Westen reisen durften, ihre Krimis anhand von Stadtplänen und Reisebroschüren schreiben. „Ich könnte das nicht, ich bin kein Prospektautor. Wenn ich die Atmosphäre einer Stadt nicht spüre, kann ich sie nicht plastisch beschreiben.“

Deshalb schätzen blinde Leser die Agentenromane von Zeindler und der findet es seinerseits „wunderschön, dass blinde Leser dank meinen Worten in das Leben einer Stadt eintauchen können, ohne dorthin reisen zu müssen“.

Er selbst reist überhaupt nicht gerne. „Wenn ich mit der Eisenbahn für eine Lesung von Zürich nach Basel reisen muss, habe ich schon Heimweh, wenn der Zug in den Bahnhof von Baden einfährt…“ Ausgerechnet der bekannteste deutschsprachige Autor von Spionageromanen hat Heimweh – und er war auch nie Spion.

Von John le Carré inspiriert

Ganz anders als sein Vorbild John le Carré, der für den britischen Auslandsgeheimdienst gearbeitet hatte, bevor er mit „Der Spion, der aus der Kälte kam“ weltberühmt wurde. Zeindler drehte in den Siebzigerjahren drei Dokumentarfilme über den Meister des Agentenromans.

Dabei merkte er, „dass mich die Welt der Spione im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich fasziniert.“ 1984 schrieb Zeindler den ersten Agentenroman mit seiner Lieblingsfigur Konrad Sembritzki – erst heute gibt er aber ein Geheimnis preis, das er sorgfältig hütete.


zeindler peter, antiquariat


Sembritzki ist ein echter Berner Antiquar

Das Vorbild für Sembritzki war aber nicht le Carré, sonder der Berner Antiquar und Universitätsbuchhändler H.H.K., der für den deutschen Bundesnachrichtendienst BND arbeitete. „Kein smarter James Bond-Typ mit dem Revolver, sondern einer dieser unscheinbaren Männer, die versteckt in unseren Städten leben.“

Aus dem realen H.H.K. wurde die Kunstfigur Konrad Sembritzki. Von H.H.K. erhielt der Protagonist die Biographie eines melancholischen Spions und Antiquars mit Wurzeln in den ostpreussischen Masuren, von Zeindler „die Vorliebe für Zigarillos, Wein und manchmal Frauen“.

Theater und Astrologie - die Vorlieben eines Spions

Zeindler lernte mit jedem neuen fiktiven Agentenroman neue echte Spione kennen. „Weil diese Agenten keine wirkliche Biographie haben dürfen und immer eine andere Person spielen müssen, wollen sie ihr Leben wenigstens zwischen zwei Buchdeckeln festgehalten wissen.“ Bei seinen Recherchen merkte Zeindler, dass die meisten Agenten deshalb irgendwann Probleme mit ihrer Identität bekommen.

Der echte Spion H.H.K. hatte zudem eine Vorliebe für theatralische Auftritte und Astrologie. So bestellte er Peter Zeindler einmal am frühen Morgen nach Bern „und auf der Allmend tauchte er dann als geheimnisvoller Reiter aus dem Morgennebel auf“.

H.H.K. zeigte dem Schriftsteller auch stolz das erste astrologische Lehrbuch in deutscher Sprache, das „Geburtsstundenbuch“ von Martin Pegius, das ihm als Erstausgabe aus dem Jahre 1570 gehörte und das er auch für viel Geld nicht verkaufen wollte.

Verloren zwischen Realität und Imagination

Ein ungewöhnlicher Agent, der zwischen Realität und Imagination lebte. Trotzdem behielt der Schriftsteller das Geheimnis von H.H.K. alias Sembritzki für sich, bis sich der reale Antiquar und BND-Agent selbst enttarnte. „Plötzlich tauchte er bei Lesungen auf und rief in die Runde, er sei der echte Sembritzki. Als er dann auch mal mitten in der Nacht anrief und erklärte, er sei in einem Einsatz und es habe gerade drei Tote gegeben, da wusste ich, dass auch bei H.H.K. die Identitäten nicht mehr zusammenpassen.“

Auch die Sehnsucht nach dem Osten passte nicht mit der Realität zusammen, zumindest für Zeindler nicht. Er war früher fasziniert von den „Ostblock“-Ländern, vor allem von den baltischen Staaten und Polen, er verschlang regelrecht die „Masurischen Geschichten“ und „Das Heimatmuseum“ von Siegfried Lenz. „Als ich dort in den Achtzigerjahren im doppelten Sinne des Wortes in der Realität ankam, waren die Städte einfach nur trostlos und ich wurde bespitzelt.“

Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 war Zeindler nie mehr aus eigenem Antrieb dort und hat auch „keine Sehnsucht mehr nach meinen früheren Traumlandschaften“ zwischen Masuren und Karpaten. So wie auch die Faszination nach der Welt der Spionage verblasste.

Folgerichtig liess sich Zeindler nach dem letzten Agentenroman „Der Schläfer“ auch viel Zeit für seinen nächsten Agentenroman. In diesem lässt sich auch die Kunstfigur Sembritzki nur widerwillig mit hineinziehen in ein neues Abenteuer. Nicht mehr in den Osten, sondern nach Marokko zum „Abschied in Casablanca“.


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Infos & Weblinks:

Peter Zeindler wurde am 18. Februar 1934 in Zürich geboren. Nach dem Lehrerseminar studierte er Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich. Er war Gymnasiallehrer, Dozent für Deutsche Sprache und Redakteur beim Schweizer Radio und Schweizer Fernsehen. Seit 1974 ist Zeindler freier Schriftsteller und Journalist in seiner Geburtsstadt.

Zeindler veröffentlichte neben seinen Agentenromanen auch Krimis, Hörspiele und Theaterstücke. Zeindlers Romane und Krimis sind nicht nur besonders spannende und kluge Exemplare ihrer Gattung – für ihre literarischen Qualitäten wurden sie viermal mit dem Deutschen Krimipreis und regelmässig mit dem Preis der deutschen Krimikritiker ausgezeichnet. 1996 erhielt Zeindler den Ehren-Glauser für sein bisheriges Gesamtwerk.

Bücher-Auswahl

1982 „Tarock“ (Politthriller)
1984 „Die Ringe des Saturns“ (Agentenroman)
1985 „Der Zirkel“ (Agentenroman)
1987 „Das Widerspiel“ (Agentenroman)
1989 „Der Schattenagent“ (Agentenroman)
1991 „Feuerprobe“ (Agentenroman)
1993 „Der Schläfer“ (Agentenroman)
1996 „Salon mit Seerosen“ (Krimi)
1998 „Aus Privatbesitz“ (Krimi)
2000 „Abschied in Casablanca“ (Agentenroman)
2004 „Toter Strand“ (Politthriller)
2006 „Der Schreibtisch am Fenster“ (Krimi, Satire und Schlüsselroman über den Literaturbetrieb)

Bestellungen

Dieses Porträt ist zusammen mit weiteren Texten über Peter Zeindler und Kriminalromane in der Zeitschrift "Dialog" der Schweizer Blindenbibliothek nachzulesen. Der "Dialog" erscheint viermal jährlich und kann kostenlos bestellt werden bei:

Telefon +41 43 333 32 34, Nicole Felber
oder per E-Mail

Warum schätzen Blinde Spionageromane?

Zürich (jvo) Unterwegs im Zug erklärte mir kürzlich ein Leser der Blindenbibliothek, dass er die Spionageromane von Peter Zeindler schätze und beinahe auswendig lerne. Leider konnte ich ihn nicht mehr nach dem Grund fragen, weil die Durchsage „Nächste Haltestelle, Zürich Hauptbahnhof“ ertönte.

Einige Tage später hole ich die blinde Sportlerin und begeisterte Leserin Martina Hubeli am Hauptbahnhof ab. Gemeinsam treffen wir ebendiesen Peter Zeindler, den erfolgreichsten deutschsprachigen Autor von Spionageromanen, und den Hörbuchsprecher Egon Fässler.

Der Schriftsteller, der Hörbuchsprecher und die Leserin spielen für unsere Zeitschrift "Dialog" mitten in Zürich einen kleinen „Spionagefilm“: Zeindler übergibt einen Koffer mit „geheimen Informationen“ an Fässler, dieser spricht die Informationen auf eine CD und gibt sie an Martina Hubeli weiter.

Wir fotografieren vom Limmatquai über die Spiegelgasse bis zum Hauptbahnhof. Der 72-jährige Peter Zeindler steht stundenlang in einem schwarzen Trenchcoat vor der Kamera – am heissesten Tag dieses Jahres mit 35 Grad Celsius! Zeindler bleibt trotzdem charmant und bescheiden, ja fast schon schüchtern.

Nebenbei erzählt er uns, dass 1836 in der Spiegelgasse 12 Georg Büchner seinen „Woyzeck“ schrieb. Und dass im Nebenhaus Jahrzehnte später für 24 Franken Monatsmiete Lenin wohnte. Und, und, und…

Am Abend weiss ich, warum die Leser der Blindenbibliothek die Spionageromane von Peter Zeindler so schätzen: Er nimmt die blinden und sehbehinderten Leser mit auf einen Spaziergang durch Prag, Tallinn und Casablanca – verpackt in spannende Geschichten.

buch und schreibfeder, grafik


Infos & Weblinks:

Der Autor des "Kultpavillon"-Blog, Roger Levy, ist ein aufmerksamer Leser unserer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift "Dialog". Das soeben erschienene Heft ist dem Thema "Kriminal- und Spionageromane" gewidmet. In seinem Weblog stellte Roger am Freitag die Frage "Warum schätzen Blinde Spionageromane?" - die ich hiermit gerne beantwortet habe.

Bestellungen:

Die Zeitschrift "Dialog" der Schweizer Blindenbibliothek erscheint viermal jährlich und kann kostenlos bestellt werden bei

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Die letzten Doppel-CDs "Der kleine Prinz"

ZÜRICH - Die letzten Hörbuch-CDs "Der kleine Prinz" sind im September noch erhältlich. Antoine de Saint-Exupérys unvergessliche Geschichte wird erzählt vom Zürcher Schauspieler Venus Madrid. Die Doppel-CD kostet 25 Franken, mit dem Erlös produziert die Blindenbibliothek neue Hörbücher für Blinde und Sehbehinderte.


der kleine prinz, cd-cover


"Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry wurde in über 150 Sprachen übersetzt. Alleine in deutscher Sprache liegt das Buch mittlerweile in der 55. Auflage vor - auch in "exotischen" Dialekten wie Berlinerisch, Kölsch und Wienerisch. Zudem verzaubert die Fabelfigur vom Asteroiden B 612 auch als Hörbuch grosse und kleine Kinder.

Das neue Hörbuch von "Der kleine Prinz" passt genau auf eine Doppel-CD, so dass der Text im Gegensatz zu vielen kommerziellen Hörbuchproduktionen nicht gekürzt werden musste. Die Lesung des Zürcher Schauspielers Venus Madrid lässt der Fantasie der Hörer alle Türen offen, insbesondere auch in den präzise eingesetzten kleinen Zwischenspielen des St.Petersburger Akkordeonisten Oleg Lips.

Das Zitat:

Eine berühmte und viel zitierte Stelle aus Antoine de Saint-Exupérys Buch "Der kleine Prinz" ist jene, in der der kleine Prinz von seinem Freund, dem Fuchs Abschied nimmt. Dieser gibt dem kleinen Prinzen ein Geheimnis mit auf den Weg. "Adieu", sagte der Fuchs. "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

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Von Kant zur "Odyssee uf Bärndütsch"

ZüRICH - In seinem renommierten Weblog "Blogwiese" sinniert Jens-Rainer Wiese, "Kann man über Kant auf Schweizerdeutsch diskutieren?" Er provozierte damit viele Kommentare, darunter auch jenen eines Berners, der auf die (gedruckte) berndeutsche Uebersetzung der "Odyssee" von Homer hinweist.

Die Odyssee ist neben der Ilias das zweite dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos und gehört zu den ältesten und einflussreichsten Werken der abendländischen Literatur. Sie schildert die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka und seiner Gefährten auf der Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg.

Die "Odyssee uf Bärndütsch" gibt es übrigens bei der Blindenbibliothek als Hörbuch, gelesen vom Schauspieler Peter Arens. Im Gegensatz zu den 15.000 Hörbüchern nur für unsere blinden und sehbehinderten Leser kann die CD "Odyssee uf Bärndütsch" auch von Sehenden für 20 Franken bestellt werden.

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Krimiautor im Trenchcoat - am heissesten Tag des Jahres

Zürich - Ausgerechnet am heissesten Tag des Jahres haben wir den Schweizer Kriminalschriftsteller Peter Zeindler im schwarzen Trenchcoat (!) fotografiert. Für seinen Agentenroman "Feuerprobe" erhielt Zeindler vier deutsche Krimipreise - heute müsste er eigentlich noch einen Sonderpreis für sein geduldiges Warten im brutofenheissen Zürich bekommen.


krimiautor peter zeindler liest russische literaturzeitung an der limmat krimiautor peter zeindler bei 35 grad hitze im trenchcoat in zürich

Fotos: Krimiautor Peter Zeindler mit einer russischen Literaturzeitschrift an der Limmat - und im schwarzen Trenchcoat bei 35 Grad Celsius im Niederdorf. Mehr Fotos von Zeindler bei Krusenstern. (© Jürg Vollmer / SBS)
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